Beckenringinstabilität erkennen – und richtig behandeln
Beckenringinstabilität – der übersehene Gamechanger
Beckenringinstabilität – auch als Beckengürtelinstabilität oder „Symphysenlockerung“ bekannt – ist eine der meist übersehenen Ursachen für Schmerzen im Beckenbereich. Betroffen sind nicht nur Frauen nach Schwangerschaft, sondern auch Männer, z. B. nach Unfällen, Operationen oder durch chronische Fehlbelastung. Wird die Instabilität nicht erkannt, bleiben viele Beschwerden therapieresistent – und die gängigen Übungen wirkungslos oder kontraproduktiv.
Was genau ist eine Beckenringinstabilität?
Sie beschreibt eine Instabilität im vorderen (Symphyse) oder hinteren Beckenring (Iliosakralgelenke). Häufige Ursachen:
- Hormonelle Einflüsse (z. B. in der Schwangerschaft)
- Strukturelle Belastung nach Geburt, Operation oder Trauma
- Muskuläre Schwächen und fehlende Ansteuerung
Standarduntersuchungen wie Röntgen oder MRT bringen oft keine Klarheit – doch die Beschwerden sind real.
Typische Symptome
- Schmerzen im vorderen Schambeinbereich oder im ISG
- Unsicheres Standgefühl, wackliges Becken
- Knacken oder „Schnappen“ beim Gehen oder Drehen
- Belastungsabhängige Ausstrahlungen in Leiste, Oberschenkel oder Kreuzbein
Warum der Beckenboden so wichtig ist
Der Beckenboden ist Teil eines muskulären Spannungssystems, das den Beckenring sichert – zusammen mit Transversus abdominis, Zwerchfell und tiefer Rückenmuskulatur. Ist diese funktionelle Einheit gestört, wird das Becken instabil.
Was wirklich hilft – statt Schonung
Reines Ruhigstellen oder Schonen bringt selten langfristige Erfolge. Entscheidend ist:
- Gezielte Aktivierung von Beckenboden & Transversus
- Training in funktioneller Länge, nicht in Stauchung
- Steuerung über Atmung, Füße und Körperwahrnehmung
Wir kombinieren diese Prinzipien in unserem Einzeltraining mit funktionellem Fokus und alltagsnahen Bewegungen.
Beckenringinstabilität ist kein Modethema – sondern ein entscheidender Therapieansatz.
Wenn du das Gefühl hast, dass dein Becken instabil ist, deine Beschwerden keiner versteht oder nichts wirklich hilft: Melde dich bei uns. Wir nehmen deine Symptome ernst – und zeigen dir, was möglich ist.